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Stille Transformation

Saturday, December 30, 2017

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Wo fängt es an? Was ist der Auslöser der Wandlung? Was ist der Grund des Umdenkens? Ist es überhaupt wichtig wann es einsetzt? Zählt nicht nur der daraus entstandene Ist-Zustand? Der nächste Schritt ab dem Jetzt-Moment und die Verwirklichung der charakterbedingten Wünsche in der unmittelbaren Zukunft?

 Nein, leider genügen den meisten von uns diverse Fakten unseres Ist-Zustandes und die Wahrscheinlichkeiten auf Möglichkeiten nicht um wahrhaftig zufrieden und glücklich zu sein im Alltag. Unter Fakten verstehe ich einen sichereren Arbeitsplatz, einen vertrauensvollen Freundeskreis, Gesundheit, Unmengen an Klamotten etc. Ohne zu wissen wo „es – die stille Transformation“ angefangen hat und was der Auslöser war, kann der Jetzt-Moment weder geistig noch emotional erfasst, geschweige denn mit all seinen Fakten, genossen werden. Ohne den vergangenen neuen Impuls, der einen Wandel herbeigeführt hatte, zumindest etwas durchblicken zu können, umfasst - das Heute - nur lästigen Gewohnheiten oder harterarbeitete Rituale und - das Morgen - ...eine langweilige Wiederholung dessen. 

 

Die Jahre ziehen an uns vorbei und lassen uns kaum Zeit zum Verdauen, zum Selbst-Reflektieren. Unsere Ernährung sollen wir umstellen und reichlich Gemüse auf den Teller packen, ein aktiveres und sportlicheres Leben sollen wir führen und zeitgleich mehr arbeiten um Betriebsziele für andere zu erreichen, sollen uns so und so stylen, diese und jene Marke tragen, News kucken und dabei optimistisch bleiben (Ironie) aber ab welchen Moment tun wir alle diese Sachen wirklich gerne und aus herzlicher Überzeugung? Wann erreichen wir einen Seins-Zustand ohne benötigte Ausreden und Erklärungen?

 

Wir kennen sie alle diese Sätze:

„Heute konnte ich keinen Sport machen, weil ich länger arbeiten musste.“

„Ich musste die ganze Torte essen, weil ansonsten muss ich sie morgen wegschmeißen."

„Ich schaffe es heute nicht, muss morgen früh raus.“ 

Besonders beim Jahreswechsel wird uns still und heimlich ohne die Visualisierung eines Instagram-Posts vorm Schlafengehen bewusst, was wir wieder nicht geschafft haben! Wozu wir uns nicht gezwungen haben, für welche Aktivität wir 365 Tage lang zu faul waren, welche Sätze und Gefühle unausgesprochen blieben - allerdings setzt bei den meisten Charakteren im selben bewussten Augenblick der Selbstschutzmechanismus ein und schon trösten wir uns mit erreichten Fakten und der Heuchelei des Zaubers von Morgen. Anmerkung: Zu Beginn steht bereits geschrieben, dass laut meiner bisherigen Lebenserfahrung, uns dieses Verhalten nicht wahrhaftig zufrieden und/oder glücklich macht. Wir tunen es dennoch und geben uns der Hoffnung hin – im neuen Jahr wird sich Alles ändern. Aber wie soll sich etwas ändern, wenn du dich nicht änderst?   

Kann es sein, dass nur eine harmonische Balance aus genügsamer Zufriedenheit und Glück es uns erlauben bei einem einfachen Schritt nach vorne wie auf Wolken zu fliegen? Kann diese Ausgeglichenheit dauerhaft bestehen bleiben, wenn es zu unserem Seins-Zustand wird?

 

 

Um das Stadion der genügsamen Zufriedenheiten zu erfühlen, müssen die stillen Transformationsschritten in einem Selbst mittels eines Verstärkers erkennbar gemacht werden. [Unter einem Verstärker versteht man in der Elektrotechnik ein Gerät, welches ein eingehendes Signal so verarbeitet, dass Ausgangsspannung, Ausgangsstrom oder die Ausgangsleistung größer sind als die entsprechenden Eingangsgrößen.] Nur so werden aus erreichten Fakten herzlich erfühlte Seins-Zustände ohne Ausreden, Erklärungen erfüllt mit Dankbarkeit und Wertschätzung. 

 

Obwohl ich mein ganzes Leben sportlich aktiv bin und mit harterarbeiteten Ritualen mittlerweile um einiges vitaler lebe als wie vor einigen Jahren, konsumiere ich bis heute viel zu viel „ungesundes Zeug“ für meinen Geist und Körper. ABER genau bei diesem Gedanken, schiebe ich seit kurzem einen Riegel vor indem ich Selbstzweifel und kommerzielle Kritikansätze aus meine Verständnis banne. 

 

Besonders spielt die Sinnhaftigkeit in in allem bisher geschriebenen für mich eine zentrale Rolle. Ich erlaube mir selbst, die bereits seit jahrelang stattfindende Transformation zu spüren. Sehe den vergangen neuen Impuls ganz deutlich vor mir und beginne 1+1 zu rechnen.

 

...& zurück zum Anfang!

 

Nein, die stille Transformation hat nicht da begonnen, als meine Dad mich zum Sport gezwungen hat, bevor ich überhaupt noch gehen konnte oder meine beste Freundin mir die Ohren blutig geredet hat von Weltliteratur mit 15 Jahren bzw. mein Mann sehnlichst versucht hat mir Breakdance-Moves zu erklären. Die Transformation in mir hat erst da seine Wurzel gefestigt, als ich das erste Mal meine adidas Ultras zum Laufen eingepackt habe und alleine durch die Straßen Wiens gelaufen bin, als ich mir mein erstes Buch von Erich Fromm kaufte und anfing zu lesen, als ich ohne es zu bemerken in einem Instagram Video-Clip erkannt wie unglaublich athletisch in Wahrheit Breakdanke-Bewegungen sind. 

 

Der Ursprung einiger unserer Gewohnheiten birgt Negativität in sich – wissen wir alle - welche nur mit Nachforschungen und Selbst-Reflektion erkannt und verändert werden können. Ich bin überzeugt davon, dass die unter die Lupe genommene Saat und das gekannte Fundament (= warum dein Leben so ist wie es ist) viel darüber aussagt, ob ein Seins-Zustand vollster Zufriedenheit und Glück individuelle überhaupt zustande kommen kann. Viele mögliche Gründe verführen uns zu Aktivitäten und Emotionen für die wir im Ist-Zustand noch gar nicht bereit sind. Dennoch heißt es nicht, dass diese mit der Zeit nicht Teil unserer Identität werden können. Die Verwirklichung unserer charakterbedingten Wünsche hängt ganz eng mit diesen Veränderungen in uns zusammen. Zu Beginn jeder Reise kommt es Mann und/oder Frau so vor als würde ein Lauf wie der Berliner Marathon vor einem liegen, doch meist setzt die herzliche Überzeugung der tatsächlichen Wanderung zur stillen Transformation erst nachdem geschafften 42,75km ein. Mit den veränderten Gewohnheiten und der Freude an den Resultaten – spielt es keine Rolle mehr ob es 2017,2018 oder 2050 ist, denn dein Seins-Zustand ist allgegenwärtig und voller Glück.  

An sich ist das Thema so vielfältig, dass ich ein Buch darüberschreiben könnte. Jeder von uns hat andere Definitionen von Wörtern, die ich in meinem Artikel verwendet habe. Ich hoffe dennoch, dass ich meine Gedanken verständlich zu „Papier“ gebracht habe, um euch mit dem "Erdachten" Mut machen konnte, euch noch genauer anzuschauen und euch die Zeit für Selbst-Reflektion zu nehmen. Ich war erstaunt über mich und meinen ganzen Lebensinhalt, als ich mir nur 3 Tage Ruhe von der Welt gönnte.  

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